Donnerstag, 16. Dezember 2010

Unnützes Wissen: vom Seestern über den Ochsenfrosch bis hin zum Weißwedelhirsch

Nach so viel Tiefe und Ernsthaftigkeit in den ersten Teilen meiner Serie zu der Reitweise "Ecole de Legerete", diese Woche ein humorvoller Beitrag.
Wie gut wisst ihr über die Lebensart, Gewohnheiten und körperlichen Voraussetzungen der unterschiedlichsten Tiere Bescheid?
Hier ein Ausschnitt und der Beweis, dass man mit Tieren, den besseren Menschen, immer etwas zu lachen hat....

- Der Grund, warum alte Feuerwachen Wendeltreppen haben, liegt in der Zeit, als Feuerwehrwagen noch von Pferden gezogen wurden. Die Pferde waren im Erdgeschoß untergebracht und fanden heraus, wie man gerade Treppen hochsteigt.

- Seelöwen lieben es, zum Zeitvertreib Meeresleguane am Schwanz zu ziehen.

- Riesenkraken haben unter allen Tieren die größten Augen.


Erinnert doch glatt an unsere leider verstorbene Wahrsager-Krake Paul....

 
- Die meisten Kühe geben mehr Milch, wenn sie Musik hören.

- Im Tierreich halten Schimpansen den Rekord für die schnellsten Quickies: drei Sekunden.

- Per Gesetz wird in Florida den Ratten verboten, Schiffe zu verlassen.

- Seesterne haben kein Gehirn.

- Das Horn eines Nashorns ist eigentlich nur ein sehr dickes Haar.

- Giraffen können nicht husten.

- Es ist illegal, in Maryland einen Löwen mit ins Kino zu nehmen.

- Die meisten tropischen Fische könnten in einem Aquarium überleben, das mit menschlichen Blut gefüllt ist.

- Das Auge eines Vogel Strauß ist größer als sein Gehirn.

- Ein Hai kann Blut in Wasser bis zu einer Verdünnung von 1 zu 100.000.000 erkennen.

- Katzenurin leuchtet im ultravioletten Licht.

- Ein Koala-Bär trinkt nicht. Er nimmt die Flüssigkeit die er braucht, beim Fressen von Eukalyptusblättern auf.

- Vögel haben immer kalte Füße.

- Giraffen schlafen nur 5 Minuten am Tag.

- Ein Wanderfalke erreicht im Sturzflug Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h.

- Pottwale sind wohl die einzigen Wale, die tief schlafen - andere Wale ruhen stets mit nur einer Hirnhälfte. Die Pottwale schlafen quasi im Stehen: Sie treiben dabei mit der Schnauze nach oben senkrecht im Wasser.

- Der Ochsenfrosch ist die einzige Amphibie, die nie schläft.

- Eine Raupe hat dreimal so viele Muskeln wie ein Mensch.

- Krokodile können ihre Zunge nicht herausstrecken.

- Goldfische scheinen ab und zu seekrank zu werden.

- Fliegen starten rückwärts.

- Bambi ist kein Reh, sondern ein Weißwedelhirsch.

- Bienen töten pro Jahr mehr Menschen als Giftschlangen.

- Von wegen Bananen: Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans bevorzugen warme Mahlzeiten. Haben sie die Wahl, mögen sie Fleisch, Süßkartoffeln und Karotten lieber gekocht als nur roh.
Hier noch ein Weihnachtsgeschenke-Tipp, mit dem garantiert jeder etwas anfangen kann --> Ein Buch von "neon" voll mit unnützem Wissen....:

http://www.amazon.de/NEON-Unnützes-Wissen-skurrile-vergisst/dp/3453601025

Freitag, 10. Dezember 2010

Fragen über Fragen

Von Laien aus meinem Umfeld werde ich häufig gefragt : „Warum macht das Pferd im Turniersport so bereitwillig alles mit und wehrt sich nicht, wenn die Methoden oft so schmerzhaft sind?“ – vielleicht, da das Pferd sein Maul zugeschnürt bekommt, sodass es nicht mehr sprechen kann und jedes Widerwort auf Gewaltbereitschaft stößt - und „Warum vertreten dann fast alle Reiter die Ansichten der FN und „quälen“ das Tier so unnötig?“ – vielleicht einfach, weil sie es nicht besser wissen und davon ausgehen, dass das Pferd gut läuft und sich gut fühlt, auch wenn das nicht der Fall ist, da der Reiter das Gefühl für seinen Dialogpartner (der nicht mehr sprechen kann) verloren hat.

Viele fragen mich dann : „Wenn das Pferd solche Schmerzen hat und so schlecht behandelt wird, es aber doch denken kann, warum stellt es dann nicht die Mitarbeit ein“

Meine Antwort : „Gerade weil es denken kann, tut es das nicht. Nämlich weil es weiß, dass es für eine „widersetzliche“ Reaktion, die auch einfach nur ein Hilferuf aufgrund unerträglicher Schmerzen sein kann, noch schlimmer bestraft wird. Wenn die Zunge schon aufgrund des auf diese wirkenden Gebisses schmerzt, tut sie das noch mehr, wenn das Pferd „gegen den Zügel geht“, da der Reiter dann noch fester drücken wird. Wenn die Rippen des Pferdes durch den Sporenmissbrauch schon so weh tun, dass es nur schwer atmen kann, wird es nicht absichtlich langsamer werden, sondern laufen, so schnell es kann, in der Hoffnung, der Schmerz hört irgendwann auf. Der Mensch sitzt am längeren Hebel und nutzt seine Macht leider so oft schamlos aus. Das Pferd kann uns sein Leiden oder seinen Hilferuf nicht in unserer Sprache mitteilen, aber wir können verstehen, was es uns sagen würde - wenn wir wollen. Die meisten wollen aber nicht. Oder haben schon längst verlernt, wie das geht. Sie haben die Aufrechterhaltung der Kommunikation mit dem Pferd aufgrund ihrer Erfolgsgier vergessen. An diesem Punkt ist das Tier nur noch ein Sportgerät für den Reiter. Da wird diesem noch nicht einmal mehr gestattet, physische Schmerzen zu haben. Geschweige denn seelische.
Das Tier hat zu funktionieren, und wenn es das nicht tut, müssen eben andere Seiten aufgezogen werden. Das weiß das Pferd und bevor noch schlimmeres passiert, erträgt es eben die Schmerzen. Irgendwann wird es sich schon daran gewöhnen, dass der Mensch böse ist und es nichts dagegen tun kann.“


Was viele dann danach fragen, ist : „Wenn die Pferde so hilflos sind und die Reiter nichts machen, warum greifen dann die Reitlehrer oder auf Turnieren die neutralen Richter bei Ungerechtigkeiten und offensichtlichen Misshandlungen nicht ein?“

Ich sage dann : „Dann müssten sie ja gegen den Strom schwimmen. Und das ist ein harter Kampf. Und wie viele Richter werden hart kämpfen für ein Pferd, das sie unter hunderten einmal sehen und bewerten? Nicht viele. Er würde sein eigenes System verraten. Denn nur daher können die Fehler des Reiters kommen. Sonst würden nicht so viele voneinander unabhängige Pferdeleute dieselben gravierenden Fehler machen. Fakt ist für die Richter, das Pferd bockt oder widersetzt sich ja nicht, also kann es ja gar nicht so schlimm sein. Aber hinterfragen, warum es sich vielleicht gar nicht widersetzen KANN, tut keiner. Es mag sein, dass viele Richter diese Ungerechtigkeit und die Unzufriedenheit der Pferde gar nicht mehr erkennen. Der andere Teil könnte aber etwas tun oder es zumindest versuchen. Nur wenigen ist das Pferd dieser Aufwand und diese Arbeit jedoch genug wert. Und warum? Nicht, weil die Menschen so grausam sind. Einem schreienden Kind, das geknebelt ist und sich nicht wehren kann, aber Schmerzen hat, würde ja auch jeder helfen. Das Leiden des Pferdes aber ist für die meisten eben nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen. Die Schreie sind da, aber leise und nur für diese hörbar, die in dem Turnierpferd noch ein fühlendes Wesen erkennen können. Und auch das Gefühl, geknebelt zu sein, existiert für ein Pferd, das durch einen Sperrriemen oder Ausbinder zu etwas unnatürlichem und schmerzhaftem gezwungen wird.
Ein Eingreifen der Richter oder des Reitlehrers würde also alles aufwirbeln und zunächst einmal Chaos verbreiten, man müsste sich rechtfertigen und gegen eine große Menge ankämpfen und argumentieren. Der äußerlich so perfekte Schein wäre schwer getrübt, das bringt demjenigen mehr Ärger ein als er für das Pferd einbüßen würde.
Wenn alle gemeinsam den Mund halten und gegen das Pferd dieselben Maßnahmen einhalten, kann die glänzende Fassade aufrecht erhalten werden, nur die Pferde leiden, aber das sieht man ja nicht. Wozu gibt es den „Hilfsmittel“?“


Die schmerzhafte "Rollkur", bei der das Pferd über einen quetschenden Druck des Gebisses auf die Zunge den Kopf fast bis an die Brust gezogen bekommt, wird nun vornehm "Low Deep Round" genannt.
Folgen :

--> sensible Zunge wird gequetscht und demnach blau
--> Speichelröhre wird zerdrückt, das Pferd speichelt, kann aber nicht mehr schlucken
--> Nackenband überdehnt (ENTZÜNDUNGEN)
--> binokulares Sehfeld eingeschränkt (Pferd sieht kaum etwas nach vorne hin)
--> Gleichgewichtsbeschwerden, da der Kopf unnatürlich getragen werden muss
--> Arm-Kopf Muskel überspannt (Schultern schwer beweglich)
--> Ohrspeicheldrüsen zusammengedrückt
--> Blockierung des Halsansatzes (Dehnung und Aufwölbung des Rückens undenkbar)


Donnerstag, 2. Dezember 2010

Im Takt? Losgelassen? Schwungvoll? – Nein! Auf der Vorhand! Blockiert! Verspannt!

Die Ausbildungsskala der FN weist chronologische Fehler auf und vermittelt keine grundlegende Hilfengebung – so entstehen auf den Turnierplätzen heutzutage Bilder von eingerollten, verspannten und vorlastigen Pferden mit verspannten, festgeklemmten Reitern, die ihre Hilfen nicht leicht, sondern mit viel Kraft einsetzen müssen.
So soll es eben NICHT sein. Das alternative Ausbildungssystem : die Idee der „Schule der Leichtigkeit“.

Entspannung? Biegsamkeit? Gleichgewicht? Braucht man das überhaupt beim Reiten? Ja!
Denn ein Pferd, dass sich unter dem Reiter nicht entspannen kann, wird auf Dauer Schmerzen und Verspannungen haben. Ebenso wichtig ist die Biegsamkeit : Das Tier wird dadurch, dass es in beide Richtungen im Hals gebogen wird gymnastiziert, wie der Mensch auch, wenn er sich dehnt und Muskeln aufbaut durch An- und Entspannung im Wechsel.
Ins Gleichgewicht kommt das Pferd durch eine vermehrte Verlagerung des Gewichts auf die Hinterhand, denn von Natur aus, „liegt“ es eher auf der Vorhand – was nachteilhaft für den Bewegungsapparat ist, wenn das Pferd noch ein Gewicht tragen muss, den Reiter.
Alle drei Faktoren also: sehr wichtig für eine optimale Entwicklung des Pferdekörpers unter der unnatürlichen Belastung durch den Reiter.
Trotzdem taucht keiner in dem Regelwerk der offiziellen Reitweise, der reiterlichen Vereinigung FN auf.
Da geht es zunächst um den Takt, um die Losgelassenheit, die Anlehnung, den Schwung, das Geraderichten und die Versammlung. Doch Grundlagen, die Leichtheit erzeugen, auf der man im Folgenden aufbauen könnte, fehlen in der Skala komplett.
Dazu ist die Wirbelsäule des Pferdes bei Einhalten der FN-Skala blockiert, da keine Dehnungshaltung erarbeitet wurde. Und mit blockierter Wirbelsäule keine Losgelassenheit, kein Schwung im Rücken, an die Versammlung ist gar nicht zu denken.

Die Menschen jubeln oft bei solchen Vorstellungen auf Turnieren. Grund : Die weitgreifenden Gänge der Pferde. Aber : Das arme Tier ist dabei eingerollt und kann den Rücken nicht aufwölben, um den Reiter schmerzfrei zu tragen.
Druck, Schmerz, Angst bestimmen das sichtlich flüchtende Tier!


Eine Alternative dazu ist das Ausbildungssystem der Ecole de Legerete: Zunächst wird die anfängliche Leichtheit durch das Abfragen des Pferdekauens erarbeitet. Mithilfe des zweiten Schritts, der Biegsamkeit in beide Richtungen, kommt man automatisch zur nächsten Stufe, der Mobilität. Wenn das Pferd in Längsrichtung perfekt mobil ist, kann es versammelt laufen. Die Aufrichtung – dabei ist das Genick der höchste Punkt des Pferdes, dieses ist leicht am Zügel und Schenkel und verlagert sein Gewicht vermehrt auf die Hinterhand – ist das Ergebnis der Arbeit in der Légereté. Das Sinnbild der Aufrichtung ist die PIAFFE.


Völlig ausbalanciert : in der Piaffe

   Ausbildungssystem mit Köpfchen, die Ecole de Legerete

Dienstag, 23. November 2010

Weniger ist mehr

 Die sinnvollere Alternative zu dem umstrittenen deutschen Reitsystem „FN“ heißt „Ecole de Légereté“. Die zu deutsch lautende Reitweise „Schule der Leichtigkeit“ unterstützt der Reitmeister Philippe Karl mit der Idee, Kraft und Zwang beim Reiten durch Gymnastizierung und Leichtigkeit zu ersetzen.

„Beine zu, Kreuz anspannen, Hände tief“: Kommandos wie diese sind in den Reitschulen heutzutage Alltagsprogramm. Sitzt das Kind scheinbar wie festgeklebt im Sattel, räumt es auf jedem Turnier Preise ab. Schön – und das Pferd?
Leider bedeutet festgeklebt gleichzeitig festgeklemmt und das tut dem Tier, an dem sich da festgeklammert wird, alles andere als gut.
Nur wer denkt denn heute noch an das Pferd, wenn Pokale in Aussicht sind? Leider viel zu wenige.
Das Zauberwort, das für die Ecole de Légereté und gegen vorherrschende Zustände im Turniersport spricht, lautet Gymnastizierung.
Durch eine Dehnung des Pferdes von Hals bis Hinterhand wird dieses optimal gearbeitet und kann Muskeln aufbauen. Ein verspannter, nicht locker sitzender und das Pferd durch grobe Hilfen blockierender Reiter wird sein Tier niemals entspannen können.

                                                     Oft reicht auch weniger Einwirkung auf das Pferd: Negra kann ihren Hals schön dehnen und ihren Rücken aufwölben - so ist es leichter für sie, das Reitergewicht zu tragen


Die „Schule der Leichtigkeit“ basiert auf der Idee, den Gehorsam des Pferdes durch einen Dialog mit ebendiesem ganz einfach herzustellen. Außerdem sollte der Reiter das Pferd gründlich in seiner Physiologie und Psychologie kennen, um anatomische wie auch psychische Abläufe in seinem Tier einschätzen und darauf reagieren zu können.
„Weniger ist mehr“ gilt auch in diesem Fall: Es geht darum, die Hilfen beim Arbeiten des Pferdes sparsamer einzusetzen, denn viel Druck vom Reiter erzeugt nur Gegendruck vom Pferd – und das ist wahrlich nicht das Ziel.

Den Reitern der heutigen Zeit muss wieder begreiflich gemacht werden, dass es, im Interesse des Tiers, nicht um die äußerlich perfekt wirkende Präsentation geht. Das Augenmerk sollte wieder, wie bei den alten Reitmeistern wie La Guériniere, auf der idealen Gymnastizierung des Pferdekörpers liegen. Durch das Reiten sollte das Körperbewusstsein und das Gleichgewicht des Pferdes optimiert werden und Pferd und Reiter im Einklang miteinander kommunizieren können.



Donnerstag, 18. November 2010

Anfassen ein absolutes "No go"

 Von: Dominik (Rubrik: Musik)

„Die sind doch giftig oder?“ : Das ist normalerweise die erste Frage, die ich gestellt bekomme, wenn ich den Leuten von meinen „exotischen“ Haustieren – von Skorpione – erzähle. Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen: Ja, alle Skorpione sind giftig, ohne wenn und aber.

Allerdings unterscheidet sich die Giftwirkung der einzelnen Arten stark. So gibt es auf der einen Seite einige Arten, deren Giftwirkung mit der eines Bienestiches verglichen werden kann, aber auf der anderen Seite auch solche, deren Gift sogar für den Menschen gefährlich werden kann. Der Laie fragt sich jetzt natürlich, wie man solche Tiere freiwillig bei sich zu Hause halten und pflegen kann.
Hierfür gibt es eigentlich nur eine logische Erklärung: Faszination.




Skorpione: Eine exotische Faszination

Bei Skorpionen handelt es sich um Tiere, die es schon seit Jahrmillionen auf diesem Planeten gibt und die gelernt haben, sich selbst den extremsten Umweltbedingungen anzupassen. Warum sonst gäbe es wohl fast auf der ganzen Welt verteilt diese Spinnentiere? Ob unter großer Hitze in der Sahara, tropisch feuchten Regenwäldern in Südamerika oder in dunklen kalten Höhlen mancherorts in Europa – man findet sie überall.
Skorpione sind Überlebenskünstler, die auch problemlos ein halbes Jahr oder länger ohne Nahrung auskommen können. Und eben diese Faszination bewegt einige tausend Menschen in Deutschland dazu, sich diese Tiere daheim zu halten. Zumal die Anforderungen, Skorpione zu halten – verglichen mit anderen Haustieren – sehr gering sind. Normalerweise werden sie in einem Terrarium untergebracht (dessen Größe hängt natürlich von der Größe, der Art und der Anzahl der Individuen ab). Als Bodengrund dient je nach Herkunft Sand oder Erde. Einige Versteckmöglichkeiten, eine flache Trinkmöglichkeit und eine Terrarien-Beheizung am besten in Form einer Lampe – mehr braucht es im Groben nicht. Natürlich sind der gestalterischen Hand des Halters keinerlei Grenzen gesetzt. Viele verwandeln ihre Terrarien mit viel Liebe zum Detail in richtig naturnahe Wüsten oder Regenwaldausschnitte, was natürlich optisch auch toll zur Geltung kommt. Gefüttert wird etwa einmal wöchentlich mit Insekten aller Art (Heuschrecken, Schaben, Grillen etc.), die es in jedem guten Zoofachgeschäft zu kaufen gibt.
Natürlich sollte man zusätzlich noch einige Dinge beachten, wenn man wirklich mit dem Gedanken spielt, sich solche Tiere anzuschaffen. Zum einem gilt es, die gesetzliche Lage abzuklären, die in Deutschland je nach Bundesland verschieden ist und von einem kompletten Verbot über eine Einschränkung auf mindergiftige Arten bis hin zur absoluten Uneingeschränktheit reichen kann. Dann sollte man sich darüber im Klaren sein, dass Skorpione zum einen oft sehr versteckt leben und meist erst gegen Abend zu sehen sind, und zum anderen, dass es sich hierbei um reine „Anschauungstiere“ handelt.
Die Tiere auf die Hand nehmen oder anfassen ist ein absolutes „No Go“. Für so was gibt es Hamster und Kaninchen! Auch ist es ein absolutes Muss, sich vor der Anschaffung ausreichend zu informieren und keine überstürzten Spontankäufe zu tätigen.
Hat man alle notwendigen Informationen zusammengetragen und sich vielleicht auch schon für eine Art entschieden, gilt es vor der endgültigen Anschaffung zunächst einmal die zukünftige Behausung (also das Terrarium) einzurichten, einen Probelauf zu machen (stimmt die Temperatur, Luftfeuchtigkeit etc. ?) und natürlich – falls noch nicht vorhanden – Zubehör, wie z.B. eine lange Pinzette anzuschaffen, welche zum füttern und umsetzen des Tieres dient. Den Skorpion selbst erwirbt man am besten auf einer Terraristikmesse von einem Züchter oder nimmt Kontakt mit einem solchen über diverse Forenplattformen auf.
Einen Kauf in einem „Zoofachgeschäft“ kann ich nicht empfehlen, da die Tiere dort meist Wildfänge sind, außerdem völlig überteuert und zumeist falsch gehalten werden.

Beachtet man all die oben genannten Dinge, kann man sich etwas später an einem wirklich interessanten und pflegeleichten Haustier erfreuen.
Sollte ich euer Interesse geweckt haben, kann ich euch folgende Informationsquellen empfehlen:

Internet: www.skorpione.de (Forum)
Bücher: Skorpione im Terrarium von M. Watz oder für diejenigen, die der englischen Sprache mächtig sind und etwas Anspruchsvolleres suchen: „Scorpions of the World“ von R. Stockmann und E. Ythier

Und bei Fragen rund ums Thema könnt Ihr mir auch mailen: dominik-facetoface@web.de

Samstag, 13. November 2010

Pokal oder Vertrauen des Pferdes?

"Die Kunst sollte immer der Natur folgen, sich ihr NIEMALS widersetzen."

Nach dieser Devise arbeitet Philippe Karl, der französische Reitmeister, der sich für die Alternative zu der Reitausbildung der FN, die „Ecole de Légereté“ (Schule der Leichtheit) einsetzt.
Einerseits analysiert Karl, beispielsweise in seinem Werk „Irrwege der modernen Dressur“ die heutigen Zustände im Reitsport auf Grundlage der Kenntnisse der Anatomie und Psychologie des Pferdes. Andererseits gibt er sich nicht nur mit dieser Kritisierung zufrieden, sondern schlägt im Interesse des Pferdes eine sinnvolle Alternative vor.
Es müsse vor allem wieder die Notwendigkeit des Respekts gegenüber dem Pferd betont werden, so Karl in seinem Buch. Die Reiter sollten jegliche Zwangsmittel zur Manipulierung des Pferdes ablehnen, dafür aber pädagogische Intelligenz einbeziehen.





"Le cheval est le meilleur des maitres."

„Das Pferd ist der beste unter allen Lehrmeister“ : Das ist in jedem Fall zutreffend. Wer schlecht mit seinem Pferd umgeht, den wird das Pferd lehren, dass er so nicht weiter kommt. Wer sein Tier respektvoll behandelt, dem wird dieses Wesen entgegenkommen und mit dem Menschen auf ein Ziel hinarbeiten.

 

Im heutigen Dressursport ist es leider nur so, dass die Pferde gewinnen müssen oder sie zerbrechen, denn der Wettbewerb geht über alles. Doping ist da nur ein willkommenes „Hilfsmittel“ (Erkrankungen des Bewegungsapparats werden unterdrückt), da nur das Ergebnis zählt. Ist dieses schlecht, folgt die Nottötung und der Kauf eines neuen gut veranlagten Sportpferdes.
Nicht nur schade, sondern todtraurig ist das. Der edelste Begleiter des Menschen wird damit auf eine Investition ohne Seelenleben reduziert.

Die Kunst des Reitens muss wieder entdeckt, dem zu sehr ins Licht gerückten sportlichen Aspekt wieder weniger Beachtung geschenkt werden.
Denn um was geht es uns heute noch im Umgang mit dem Pferd? Um das Pferd oder den Pokal?
In jedem Fall besitzt das Pferd eine Seele und kann seinem Menschen sehr viel mehr geben, als ein Gewinn es je tun könnte.






Donnerstag, 28. Oktober 2010

1.Teil : allgemeine Definition von „Dressur“ im Reitsport & Beschreibung meiner Intention, etwas im Reitsport verändern zu wollen

Beginn meiner Serie  zu der französischen Reitweise „Ecole de Légereté“, an der ich mich seit einiger Zeit orientiere und über die ich ein Buch geschrieben habe
  

Vom Mut, nicht für die Tierquäler, sondern für die Tiere gerade zu stehen

Seit den 1920er Jahren (Gründung des Dressursports) wurde die Reitkunst zu einer sportlichen Disziplin, in der das Pferd immer mehr als Sportgerät, das auf den Turnieren seine Zwecke erfüllen muss, angesehen wurde und das muss sich dringend ändern.

Was ist Dressur? (Lexikondefinition)

„Gesamtheit von auf physischem und psychischem Druck beruhenden Verfahren zur Erzeugung von bedingten Reflexen mit dem Ziel, ein Tier für verschiedene Aufgaben einzusetzen.“
Die Dressur schließt also theoretisch alle Methoden des Menschen, der die Fähigkeit des Pferdes in seinem Sinne optimieren will, ein. Es ist nicht definiert, dass dabei die Natur des Pferdes berücksichtigt werden muss.


 Sieht schmerzhaft aus für Zunge, Genick, Maul und Psyche des Pferdes, oder? Dann ändert was!



Seit den 1920er Jahren (Gründung des Dressursports) wurde die Reitkunst zu einer sportlichen Disziplin, in der das Pferd immer mehr als Sportgerät, das auf den Turnieren seine Zwecke erfüllen muss, angesehen wurde und das muss sich dringend ändern.

„Der Zweifel ist das Heilmittel, das uns die Weisheit lehrt.“

Mit diesem Spruch von Pubilius Syrus beginnt mein Buch, denn Weisheit, menschlichen Verstand einzusetzen sowie von dem Pferd zu lernen – das sollte wieder ein wesentliches Ziel in der Reitkunst sein.
In den folgenden Artikeln soll der „Zweifel“, die Analyse moderner Umstände, zum logischen Denken und schließlich zu mehr Weisheit verhelfen.
Denn es geht um das HINTERFRAGEN, die Augen nicht zu verschließen vor ungerechtem Umgang mit dem Tier (Auch alle Nicht-Reiter sind verantwortlich für das Schicksal der Tiere!)
„Wer nicht fragt, bleibt dumm“ heißt es. So ist es auch in der Reiterei, nur dass heutzutage meist nicht der Reiter darunter leidet, sondern das Pferd.
Wenn das Pferd sich „widersetzt“ (wie es oft so schön formuliert wird), fragt sich heute kaum noch ein Reiter, was er selbst falsch gemacht haben könnte, nein, eigentlich will er es bewusst gar nicht wissen und sich seine Schwächen nicht eingestehen.
Einfacher ist es für die meisten, alles auf einen anderen zu schieben, hierbei auf das gutmütige Pferd, das sich nicht traut, zu fragen, da die Antwort meist schmerzhaft sein würde.......
Das Pferd bleibt „dumm“, es darf nicht mitdenken, da zum mitdenken hin und wieder auch Widerspruch gehört und der ist vom Reiter nicht gestattet, denn er bleibt ja selbst „dumm“, weil er (auch bei Widerspruch) überfordert ist und nicht hinterfragt.
Nicht alles einfach so zu übernehmen und umzusetzen wie es ist und die Natur sowie das Wesen des Pferdes zu berücksichtigen, ist so unendlich wichtig, um es zu verstehen und sich mit ihm zu verständigen.
Weisheit ist ein großer Teil des Schlüssels, mit Hilfe welchem die Verriegelung zwischen zwei Wesen, Mensch und Pferd, wieder geöffnet werden kann.

„Solange man nur selbst redet, erfährt man nichts.“
Wer ein Herz für Tiere hat, setzt sich für diese ein, betrachtet vorherrschende Zustände kritisch und fängt bei sich selbst an, um etwas zu ändern.

Samstag, 23. Oktober 2010

Die zehn Herzensgebote unserer Vierbeiner

Erstens :
Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge niemals mir zu! – Verletze mich nicht, denn ich bin dir immer ein treuer Partner, auch wenn du nicht immer gerecht bist.

Zweitens :
Ich habe Nerven, Sehnen, Gelenke, mein Blut fließt, wie deins. Verletze mich nicht, denn ich kann dir meine Schmerzen nur schwer kenntlich machen, wenn du so blind bist.

Drittens :
Ich begleite dich von Tag zu Tag. Ich habe deinen Respekt verdient, wie du meinen. Verletze meinen Stolz nicht, von dieser Demütigung kann ich mich nie mehr erholen!

Viertens :
Ich lebe bei dir und mit dir, so wie du das willst. Doch meine Urinstinkte und Bedürfnisse werde ich nie ablegen, darum berücksichtige meine Natur. Verletze nicht deine Pflicht, mich so artgerecht wie möglich zu halten.


      Pony Sandy & Kater Casimir


Fünftens :
Du bist mein Freund. Das ist unbezahlbar - ich bin unbezahlbar. Gebe mich nur in gute Hände, lege nicht deine Verantwortung ab, nur weil du an dich denken musst.

Sechstens :
Lektionen kannst du mir lehren, meine Treue musst du dir mit der Zeit erarbeiten, gehorsam bin ich dir erst, wenn sich deine Vertrauenswürdigkeit bewährt hat. Missbrauche niemals mein Vertrauen, es kehrt nie wieder so zurück, wie es gegangen ist!

Siebtens :
Verliere niemals den Draht zu mir, unterbreche unsere Verbindung nicht, sonst verlernen wir, zu kommunizieren. Ohne Dialog kein Verständnis.


Achtens :
Habe Geduld mit mir, bestrafe mich nicht für das, was durch meine Natur vorbestimmt ist. Ich kann lernen, wie du. Eine ungezügelte Zunge aber beängstigt mich noch viel mehr.


Neuntens :
Ich stehe dir immer bei und spüre, was du fühlst und wie es dir geht. Doch ich bin nicht dazu da, deine Lasten zu tragen und für deine Fehler gerade zu stehen. Missbrauche nicht meine Gutmütigkeit und mein stilles Schweigen.


Zehntens :
Wirf dein Herz voraus, dein Tier wird ihm folgen!

Mittwoch, 13. Oktober 2010

"Good boy" - die unsichtbare Verbindung zwischen Mensch und Tier



rechts : Lilli Kreimeyer
   am Pferd : Linda Tellington-Jones


Linda Tellington-Jones, Kanadierin (73) entwickelte vor vielen Jahren die „Tellington-Methode“, eine Form der Körperarbeit mit dem Tier, die dessen Unbehagen, Schmerz oder Angst beheben und das Vertrauen zum Menschen stärken soll. Man berührt das Tier mit den „TTouches“ in kreisenden Bewegungen, um sein Körperbewusstsein und Wohlbefinden zu verbessern. Mit Hilfe von Bodenübungen oder bei Pferden Lektionen unter dem Sattel intensiviert man das Verhältnis zu seinem Tier und erntet für seine Bemühungen und die respektvolle Behandlung seines Weggefährten dessen Vertrauen.

April 2010 : Linda Tellington-Jones, diese berühmte Kanadierin reist nicht nur nach Deutschland, nein sogar nach Dudenhofen, in meinen Reitstall.
Sie bot ein Seminar zum Zuschauen oder auch Mitmachen mit dem eigenen Pferd an.
Lilli Kreimeyer (18) und Chero (9) sahen in dem Tag ihre Chance, gemeinsam eine Lösung für das Pferd, das nicht verladen werden, also in brenzligen Situationen auf seinen Reiter vertrauen wollte, zu finden. „Beim Üben steigt mein Pferd immer in den Hänger und hat keine Angst. Sobald es auf ein Turnier geht und ich nervös bin, stellt Chero auf stur“, so die 18-jährige zu Beginn des Seminars.
Linda lächelt. Achso, Lilli ist nervös. Wo da dann wohl Cheros Problem liegt?
Schnell wurde klar, dass Linda zunächst einmal bei der Besitzerin anfangen musste: „Du bist nervös. Das merkt dein Pferd. Du kannst ihm keine Sicherheit und kein Vertrauen mehr vermitteln und es zögert – wie du“, so die 73-jährige. „Aha – und jetzt?“, dachte sich Lilli damals. Zurück zum Anfang lautete die Devise der Tellington-Jones: Sie lehrte Pferd und Mensch noch einmal, ganz von vorne das selbstbewusste Führen des Menschen, steigerte ihre Arbeit dann, indem sie mit Planen und Gerten einen Hänger simulierte.
„Good boy“ sagte sie immer wieder, vermittelte dem Tier Vertrauen und lobte seine Sensibilität und Bereitschaft zur Mitarbeit. Und siehe da: Nach viel Vorarbeit und geduldigen Ratschlägen der Pferdefrau standen Lilli und ihr Pferd im Hänger – rückwärts, vorwärts, drehend, lang, kurz, wie sie wollte – es sei denn, das Mädchen wurde unsicher. „WOW“ – Linda war von ihrer eigenen Arbeit überrascht und bestätigte sich und die Zuschauer einmal wieder darin, wie viel Einfluss die Körpersprache und sogar die Gefühle des Menschen auf die Reaktionen ihres Tiers haben.
Früher musste Lilli ihr Pferd fast in den Hänger tragen – heute steigt Chero innerhalb weniger Minuten in das Transportfahrzeug.
Selbstsicherheit, Geduld, Klarheit und Entspannung – die Schlüsselworte zum Erfolg. Und das gilt nicht nur für Pferde und die Tellington-Methode. Tiere und vor allem deren Gefühls- und Gedankenwelt müssen ernst genommen werden. Dass das fruchtet, zeigte Lilli, deren Pferd heute mehr Vertrauen zu ihr hat, als jemals zuvor.

In der nächsten Woche stelle ich euch dann ein paar „Ttouches“ (Ti-Tatsches gesprochen) vor, die ihr bei euren eigenen Tieren (bei JEDEM Tier anwendbar!) ausprobieren und verschiedene Probleme so behandeln könnt….Seid gespannt und lasst euch überraschen!

Vorstellung



Mein Name ist Caro Lobig, ich habe in diesem Jahr mein Abitur gemacht, bin 18 und nun Online-Journalismus Studentin in Dieburg (bei Darmstadt). Seit Dezember 2009 arbeite ich für die Lokalredaktion der Rheinpfalz in Speyer und für mich steht fest : Journalistin zu werden, mein Leben erlebnisvoll als rasende Reporterin „Karla Kolumna“ (wie meine Freunde es nennen), zu verbringen, ist mein Traum. Neben dem Schreiben und dem Singen sind die Tiere, vor allem die Pferde (und meine eigene Stute Waju) meine große Leidenschaft. 
Tiere umgeben uns im alltäglichen Leben und sind uns oft treuer als die Menschen – doch werden sie leider oft zu wenig wahr- und ernst genommen.
Ich stehe deshalb hinter den Methoden, Lehren und Menschen, die sich für eine harmonische Beziehung zwischen Tier und Mensch auf die unterschiedlichsten Weisen einsetzen und somit dazu beitragen, diese Lebewesen auch als solche wahrzunehmen, zu achten und zu respektieren.
In meiner Rubrik  „Ein Herz für Tiere“ (- und den Respekt diesen gegenüber) liegt daher der Schwerpunkt auf alternative Lehren im respektvollen Umgang mit dem Tier. Es wird unter anderem Interviews mit Tierbesitzern, die Methoden wie die von Linda Tellington-Jones (Tellington-Methode) einsetzen sowie Texte zu der französische Reitweise der „Légereté“, die auf Harmonie und Einstimmigkeit OHNE Gewalt abzielt, zu lesen geben.

Face to face – direkt und schonungslos, möchte ich die auch manchmal unangenehmen Tatsachen aufdecken
kritisieren und Alternativen vorschlagen. Es geht für mich um das „Hinterfragen“, „Augen aufmachen“ und zum „Nachdenken anregen“ – für die Tiere & mein Herz für diese – jeden DONNERSTAG.

Bei Fragen, Kritik und Anregungen könnt ihr euch gerne an folgende Email-Adresse wenden : caro-facetoface@web.de