Donnerstag, 16. Dezember 2010

Unnützes Wissen: vom Seestern über den Ochsenfrosch bis hin zum Weißwedelhirsch

Nach so viel Tiefe und Ernsthaftigkeit in den ersten Teilen meiner Serie zu der Reitweise "Ecole de Legerete", diese Woche ein humorvoller Beitrag.
Wie gut wisst ihr über die Lebensart, Gewohnheiten und körperlichen Voraussetzungen der unterschiedlichsten Tiere Bescheid?
Hier ein Ausschnitt und der Beweis, dass man mit Tieren, den besseren Menschen, immer etwas zu lachen hat....

- Der Grund, warum alte Feuerwachen Wendeltreppen haben, liegt in der Zeit, als Feuerwehrwagen noch von Pferden gezogen wurden. Die Pferde waren im Erdgeschoß untergebracht und fanden heraus, wie man gerade Treppen hochsteigt.

- Seelöwen lieben es, zum Zeitvertreib Meeresleguane am Schwanz zu ziehen.

- Riesenkraken haben unter allen Tieren die größten Augen.


Erinnert doch glatt an unsere leider verstorbene Wahrsager-Krake Paul....

 
- Die meisten Kühe geben mehr Milch, wenn sie Musik hören.

- Im Tierreich halten Schimpansen den Rekord für die schnellsten Quickies: drei Sekunden.

- Per Gesetz wird in Florida den Ratten verboten, Schiffe zu verlassen.

- Seesterne haben kein Gehirn.

- Das Horn eines Nashorns ist eigentlich nur ein sehr dickes Haar.

- Giraffen können nicht husten.

- Es ist illegal, in Maryland einen Löwen mit ins Kino zu nehmen.

- Die meisten tropischen Fische könnten in einem Aquarium überleben, das mit menschlichen Blut gefüllt ist.

- Das Auge eines Vogel Strauß ist größer als sein Gehirn.

- Ein Hai kann Blut in Wasser bis zu einer Verdünnung von 1 zu 100.000.000 erkennen.

- Katzenurin leuchtet im ultravioletten Licht.

- Ein Koala-Bär trinkt nicht. Er nimmt die Flüssigkeit die er braucht, beim Fressen von Eukalyptusblättern auf.

- Vögel haben immer kalte Füße.

- Giraffen schlafen nur 5 Minuten am Tag.

- Ein Wanderfalke erreicht im Sturzflug Geschwindigkeiten von bis zu 350 km/h.

- Pottwale sind wohl die einzigen Wale, die tief schlafen - andere Wale ruhen stets mit nur einer Hirnhälfte. Die Pottwale schlafen quasi im Stehen: Sie treiben dabei mit der Schnauze nach oben senkrecht im Wasser.

- Der Ochsenfrosch ist die einzige Amphibie, die nie schläft.

- Eine Raupe hat dreimal so viele Muskeln wie ein Mensch.

- Krokodile können ihre Zunge nicht herausstrecken.

- Goldfische scheinen ab und zu seekrank zu werden.

- Fliegen starten rückwärts.

- Bambi ist kein Reh, sondern ein Weißwedelhirsch.

- Bienen töten pro Jahr mehr Menschen als Giftschlangen.

- Von wegen Bananen: Schimpansen, Gorillas und Orang-Utans bevorzugen warme Mahlzeiten. Haben sie die Wahl, mögen sie Fleisch, Süßkartoffeln und Karotten lieber gekocht als nur roh.
Hier noch ein Weihnachtsgeschenke-Tipp, mit dem garantiert jeder etwas anfangen kann --> Ein Buch von "neon" voll mit unnützem Wissen....:

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Freitag, 10. Dezember 2010

Fragen über Fragen

Von Laien aus meinem Umfeld werde ich häufig gefragt : „Warum macht das Pferd im Turniersport so bereitwillig alles mit und wehrt sich nicht, wenn die Methoden oft so schmerzhaft sind?“ – vielleicht, da das Pferd sein Maul zugeschnürt bekommt, sodass es nicht mehr sprechen kann und jedes Widerwort auf Gewaltbereitschaft stößt - und „Warum vertreten dann fast alle Reiter die Ansichten der FN und „quälen“ das Tier so unnötig?“ – vielleicht einfach, weil sie es nicht besser wissen und davon ausgehen, dass das Pferd gut läuft und sich gut fühlt, auch wenn das nicht der Fall ist, da der Reiter das Gefühl für seinen Dialogpartner (der nicht mehr sprechen kann) verloren hat.

Viele fragen mich dann : „Wenn das Pferd solche Schmerzen hat und so schlecht behandelt wird, es aber doch denken kann, warum stellt es dann nicht die Mitarbeit ein“

Meine Antwort : „Gerade weil es denken kann, tut es das nicht. Nämlich weil es weiß, dass es für eine „widersetzliche“ Reaktion, die auch einfach nur ein Hilferuf aufgrund unerträglicher Schmerzen sein kann, noch schlimmer bestraft wird. Wenn die Zunge schon aufgrund des auf diese wirkenden Gebisses schmerzt, tut sie das noch mehr, wenn das Pferd „gegen den Zügel geht“, da der Reiter dann noch fester drücken wird. Wenn die Rippen des Pferdes durch den Sporenmissbrauch schon so weh tun, dass es nur schwer atmen kann, wird es nicht absichtlich langsamer werden, sondern laufen, so schnell es kann, in der Hoffnung, der Schmerz hört irgendwann auf. Der Mensch sitzt am längeren Hebel und nutzt seine Macht leider so oft schamlos aus. Das Pferd kann uns sein Leiden oder seinen Hilferuf nicht in unserer Sprache mitteilen, aber wir können verstehen, was es uns sagen würde - wenn wir wollen. Die meisten wollen aber nicht. Oder haben schon längst verlernt, wie das geht. Sie haben die Aufrechterhaltung der Kommunikation mit dem Pferd aufgrund ihrer Erfolgsgier vergessen. An diesem Punkt ist das Tier nur noch ein Sportgerät für den Reiter. Da wird diesem noch nicht einmal mehr gestattet, physische Schmerzen zu haben. Geschweige denn seelische.
Das Tier hat zu funktionieren, und wenn es das nicht tut, müssen eben andere Seiten aufgezogen werden. Das weiß das Pferd und bevor noch schlimmeres passiert, erträgt es eben die Schmerzen. Irgendwann wird es sich schon daran gewöhnen, dass der Mensch böse ist und es nichts dagegen tun kann.“


Was viele dann danach fragen, ist : „Wenn die Pferde so hilflos sind und die Reiter nichts machen, warum greifen dann die Reitlehrer oder auf Turnieren die neutralen Richter bei Ungerechtigkeiten und offensichtlichen Misshandlungen nicht ein?“

Ich sage dann : „Dann müssten sie ja gegen den Strom schwimmen. Und das ist ein harter Kampf. Und wie viele Richter werden hart kämpfen für ein Pferd, das sie unter hunderten einmal sehen und bewerten? Nicht viele. Er würde sein eigenes System verraten. Denn nur daher können die Fehler des Reiters kommen. Sonst würden nicht so viele voneinander unabhängige Pferdeleute dieselben gravierenden Fehler machen. Fakt ist für die Richter, das Pferd bockt oder widersetzt sich ja nicht, also kann es ja gar nicht so schlimm sein. Aber hinterfragen, warum es sich vielleicht gar nicht widersetzen KANN, tut keiner. Es mag sein, dass viele Richter diese Ungerechtigkeit und die Unzufriedenheit der Pferde gar nicht mehr erkennen. Der andere Teil könnte aber etwas tun oder es zumindest versuchen. Nur wenigen ist das Pferd dieser Aufwand und diese Arbeit jedoch genug wert. Und warum? Nicht, weil die Menschen so grausam sind. Einem schreienden Kind, das geknebelt ist und sich nicht wehren kann, aber Schmerzen hat, würde ja auch jeder helfen. Das Leiden des Pferdes aber ist für die meisten eben nicht gleich auf den ersten Blick zu erkennen. Die Schreie sind da, aber leise und nur für diese hörbar, die in dem Turnierpferd noch ein fühlendes Wesen erkennen können. Und auch das Gefühl, geknebelt zu sein, existiert für ein Pferd, das durch einen Sperrriemen oder Ausbinder zu etwas unnatürlichem und schmerzhaftem gezwungen wird.
Ein Eingreifen der Richter oder des Reitlehrers würde also alles aufwirbeln und zunächst einmal Chaos verbreiten, man müsste sich rechtfertigen und gegen eine große Menge ankämpfen und argumentieren. Der äußerlich so perfekte Schein wäre schwer getrübt, das bringt demjenigen mehr Ärger ein als er für das Pferd einbüßen würde.
Wenn alle gemeinsam den Mund halten und gegen das Pferd dieselben Maßnahmen einhalten, kann die glänzende Fassade aufrecht erhalten werden, nur die Pferde leiden, aber das sieht man ja nicht. Wozu gibt es den „Hilfsmittel“?“


Die schmerzhafte "Rollkur", bei der das Pferd über einen quetschenden Druck des Gebisses auf die Zunge den Kopf fast bis an die Brust gezogen bekommt, wird nun vornehm "Low Deep Round" genannt.
Folgen :

--> sensible Zunge wird gequetscht und demnach blau
--> Speichelröhre wird zerdrückt, das Pferd speichelt, kann aber nicht mehr schlucken
--> Nackenband überdehnt (ENTZÜNDUNGEN)
--> binokulares Sehfeld eingeschränkt (Pferd sieht kaum etwas nach vorne hin)
--> Gleichgewichtsbeschwerden, da der Kopf unnatürlich getragen werden muss
--> Arm-Kopf Muskel überspannt (Schultern schwer beweglich)
--> Ohrspeicheldrüsen zusammengedrückt
--> Blockierung des Halsansatzes (Dehnung und Aufwölbung des Rückens undenkbar)


Donnerstag, 2. Dezember 2010

Im Takt? Losgelassen? Schwungvoll? – Nein! Auf der Vorhand! Blockiert! Verspannt!

Die Ausbildungsskala der FN weist chronologische Fehler auf und vermittelt keine grundlegende Hilfengebung – so entstehen auf den Turnierplätzen heutzutage Bilder von eingerollten, verspannten und vorlastigen Pferden mit verspannten, festgeklemmten Reitern, die ihre Hilfen nicht leicht, sondern mit viel Kraft einsetzen müssen.
So soll es eben NICHT sein. Das alternative Ausbildungssystem : die Idee der „Schule der Leichtigkeit“.

Entspannung? Biegsamkeit? Gleichgewicht? Braucht man das überhaupt beim Reiten? Ja!
Denn ein Pferd, dass sich unter dem Reiter nicht entspannen kann, wird auf Dauer Schmerzen und Verspannungen haben. Ebenso wichtig ist die Biegsamkeit : Das Tier wird dadurch, dass es in beide Richtungen im Hals gebogen wird gymnastiziert, wie der Mensch auch, wenn er sich dehnt und Muskeln aufbaut durch An- und Entspannung im Wechsel.
Ins Gleichgewicht kommt das Pferd durch eine vermehrte Verlagerung des Gewichts auf die Hinterhand, denn von Natur aus, „liegt“ es eher auf der Vorhand – was nachteilhaft für den Bewegungsapparat ist, wenn das Pferd noch ein Gewicht tragen muss, den Reiter.
Alle drei Faktoren also: sehr wichtig für eine optimale Entwicklung des Pferdekörpers unter der unnatürlichen Belastung durch den Reiter.
Trotzdem taucht keiner in dem Regelwerk der offiziellen Reitweise, der reiterlichen Vereinigung FN auf.
Da geht es zunächst um den Takt, um die Losgelassenheit, die Anlehnung, den Schwung, das Geraderichten und die Versammlung. Doch Grundlagen, die Leichtheit erzeugen, auf der man im Folgenden aufbauen könnte, fehlen in der Skala komplett.
Dazu ist die Wirbelsäule des Pferdes bei Einhalten der FN-Skala blockiert, da keine Dehnungshaltung erarbeitet wurde. Und mit blockierter Wirbelsäule keine Losgelassenheit, kein Schwung im Rücken, an die Versammlung ist gar nicht zu denken.

Die Menschen jubeln oft bei solchen Vorstellungen auf Turnieren. Grund : Die weitgreifenden Gänge der Pferde. Aber : Das arme Tier ist dabei eingerollt und kann den Rücken nicht aufwölben, um den Reiter schmerzfrei zu tragen.
Druck, Schmerz, Angst bestimmen das sichtlich flüchtende Tier!


Eine Alternative dazu ist das Ausbildungssystem der Ecole de Legerete: Zunächst wird die anfängliche Leichtheit durch das Abfragen des Pferdekauens erarbeitet. Mithilfe des zweiten Schritts, der Biegsamkeit in beide Richtungen, kommt man automatisch zur nächsten Stufe, der Mobilität. Wenn das Pferd in Längsrichtung perfekt mobil ist, kann es versammelt laufen. Die Aufrichtung – dabei ist das Genick der höchste Punkt des Pferdes, dieses ist leicht am Zügel und Schenkel und verlagert sein Gewicht vermehrt auf die Hinterhand – ist das Ergebnis der Arbeit in der Légereté. Das Sinnbild der Aufrichtung ist die PIAFFE.


Völlig ausbalanciert : in der Piaffe

   Ausbildungssystem mit Köpfchen, die Ecole de Legerete