Donnerstag, 2. Dezember 2010

Im Takt? Losgelassen? Schwungvoll? – Nein! Auf der Vorhand! Blockiert! Verspannt!

Die Ausbildungsskala der FN weist chronologische Fehler auf und vermittelt keine grundlegende Hilfengebung – so entstehen auf den Turnierplätzen heutzutage Bilder von eingerollten, verspannten und vorlastigen Pferden mit verspannten, festgeklemmten Reitern, die ihre Hilfen nicht leicht, sondern mit viel Kraft einsetzen müssen.
So soll es eben NICHT sein. Das alternative Ausbildungssystem : die Idee der „Schule der Leichtigkeit“.

Entspannung? Biegsamkeit? Gleichgewicht? Braucht man das überhaupt beim Reiten? Ja!
Denn ein Pferd, dass sich unter dem Reiter nicht entspannen kann, wird auf Dauer Schmerzen und Verspannungen haben. Ebenso wichtig ist die Biegsamkeit : Das Tier wird dadurch, dass es in beide Richtungen im Hals gebogen wird gymnastiziert, wie der Mensch auch, wenn er sich dehnt und Muskeln aufbaut durch An- und Entspannung im Wechsel.
Ins Gleichgewicht kommt das Pferd durch eine vermehrte Verlagerung des Gewichts auf die Hinterhand, denn von Natur aus, „liegt“ es eher auf der Vorhand – was nachteilhaft für den Bewegungsapparat ist, wenn das Pferd noch ein Gewicht tragen muss, den Reiter.
Alle drei Faktoren also: sehr wichtig für eine optimale Entwicklung des Pferdekörpers unter der unnatürlichen Belastung durch den Reiter.
Trotzdem taucht keiner in dem Regelwerk der offiziellen Reitweise, der reiterlichen Vereinigung FN auf.
Da geht es zunächst um den Takt, um die Losgelassenheit, die Anlehnung, den Schwung, das Geraderichten und die Versammlung. Doch Grundlagen, die Leichtheit erzeugen, auf der man im Folgenden aufbauen könnte, fehlen in der Skala komplett.
Dazu ist die Wirbelsäule des Pferdes bei Einhalten der FN-Skala blockiert, da keine Dehnungshaltung erarbeitet wurde. Und mit blockierter Wirbelsäule keine Losgelassenheit, kein Schwung im Rücken, an die Versammlung ist gar nicht zu denken.

Die Menschen jubeln oft bei solchen Vorstellungen auf Turnieren. Grund : Die weitgreifenden Gänge der Pferde. Aber : Das arme Tier ist dabei eingerollt und kann den Rücken nicht aufwölben, um den Reiter schmerzfrei zu tragen.
Druck, Schmerz, Angst bestimmen das sichtlich flüchtende Tier!


Eine Alternative dazu ist das Ausbildungssystem der Ecole de Legerete: Zunächst wird die anfängliche Leichtheit durch das Abfragen des Pferdekauens erarbeitet. Mithilfe des zweiten Schritts, der Biegsamkeit in beide Richtungen, kommt man automatisch zur nächsten Stufe, der Mobilität. Wenn das Pferd in Längsrichtung perfekt mobil ist, kann es versammelt laufen. Die Aufrichtung – dabei ist das Genick der höchste Punkt des Pferdes, dieses ist leicht am Zügel und Schenkel und verlagert sein Gewicht vermehrt auf die Hinterhand – ist das Ergebnis der Arbeit in der Légereté. Das Sinnbild der Aufrichtung ist die PIAFFE.


Völlig ausbalanciert : in der Piaffe

   Ausbildungssystem mit Köpfchen, die Ecole de Legerete

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