"Die Kunst sollte immer der Natur folgen, sich ihr NIEMALS widersetzen."
Nach dieser Devise arbeitet Philippe Karl, der französische Reitmeister, der sich für die Alternative zu der Reitausbildung der FN, die „Ecole de Légereté“ (Schule der Leichtheit) einsetzt.
Einerseits analysiert Karl, beispielsweise in seinem Werk „Irrwege der modernen Dressur“ die heutigen Zustände im Reitsport auf Grundlage der Kenntnisse der Anatomie und Psychologie des Pferdes. Andererseits gibt er sich nicht nur mit dieser Kritisierung zufrieden, sondern schlägt im Interesse des Pferdes eine sinnvolle Alternative vor.
Es müsse vor allem wieder die Notwendigkeit des Respekts gegenüber dem Pferd betont werden, so Karl in seinem Buch. Die Reiter sollten jegliche Zwangsmittel zur Manipulierung des Pferdes ablehnen, dafür aber pädagogische Intelligenz einbeziehen.
"Le cheval est le meilleur des maitres."
„Das Pferd ist der beste unter allen Lehrmeister“ : Das ist in jedem Fall zutreffend. Wer schlecht mit seinem Pferd umgeht, den wird das Pferd lehren, dass er so nicht weiter kommt. Wer sein Tier respektvoll behandelt, dem wird dieses Wesen entgegenkommen und mit dem Menschen auf ein Ziel hinarbeiten.
Im heutigen Dressursport ist es leider nur so, dass die Pferde gewinnen müssen oder sie zerbrechen, denn der Wettbewerb geht über alles. Doping ist da nur ein willkommenes „Hilfsmittel“ (Erkrankungen des Bewegungsapparats werden unterdrückt), da nur das Ergebnis zählt. Ist dieses schlecht, folgt die Nottötung und der Kauf eines neuen gut veranlagten Sportpferdes.
Nicht nur schade, sondern todtraurig ist das. Der edelste Begleiter des Menschen wird damit auf eine Investition ohne Seelenleben reduziert.
Die Kunst des Reitens muss wieder entdeckt, dem zu sehr ins Licht gerückten sportlichen Aspekt wieder weniger Beachtung geschenkt werden.
Denn um was geht es uns heute noch im Umgang mit dem Pferd? Um das Pferd oder den Pokal?
In jedem Fall besitzt das Pferd eine Seele und kann seinem Menschen sehr viel mehr geben, als ein Gewinn es je tun könnte.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen